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In einer Pressemitteilung zeigt sich Christof Weisenbacher, Stadtrat für Wir in Pforzheim, verwundert über die seiner Einschätzung nach kleinkarierten Äußerungen von Stadtrat Klein (Bürgerliste Büchenbronn) zum Thema Graffiti und Urban/Street Art. 

"Herr Klein weiß offensichtlich nicht wovon er redet. Er wirft Schmierereien, Graffiti-Tags und Street Art wild durcheinander in seinen Äußerungen. Ich war Anfang August ebenfalls in Berlin, nicht zuletzt in Berlin-Kreuzberg der Geburtsstätte der Urban Art und Graffiti in Deutschland. Dort ist vermutlich eine der höchsten Graffiti-Dichten in Deutschland. Das hat jedoch nur teilweise etwas mit Street Art zu tun.
Ich weiß nicht, was sich Herr Klein in Berlin angeschaut hat. Er hätte an einer Stadtführung zum Thema Street Art teilnehmen können oder bei Urban Spree, einer Ausstellung mit legalen Wänden in Berlin, vorbeischauen können, oder die East Side Gallery hätte er sich anschauen können, die wohl berühmtesten legalen Wände auf der Welt, oder er hätte in das Urban Nation Museum gehen können, um sich Urban Art museal anzuschauen. Er hätte sich weiterbilden können im Bereich Street Art und Graffiti. Stattdessen ist er wohl ahnungslos durch die City gelaufen und hat überall Graffiti-Tags und -Schmierereien wahrgenommen. Aber Büchenbronn ist nicht Berlin und das hat mit der Diskussion in Pforzheim nichts zu tun", so Christof Weisenbacher.



Wir in Pforzheim/DIE LINKE hat schon vor Jahren einen Antrag auf Prüfung legaler Graffiti-Wände gestellt und eine Diskussion gefordert. Das sollte jetzt endlich in die Tat umgesetzt werden. Statt die Diskussion auf dieser kleinbürgerlichen Ebene à la Stadtrat Klein, Freie Wähler, FDP, UB und Co. zu führen, sollte in Pforzheim eine Diskussion über Street Art und urbane Kunst geführt werden. Das wird nur dann stattfinden, wenn zusammen mit lokalen Akteuren wie z.B. dem Stadtjugendring, der Sparkasse(?) und Graffiti-Künstler*innen ein tatsächliches Kunstprojekt oder eine Graffiti-Ausstellung im öffentlichen Raum durchgeführt wird. Die Sparkasse ist vor Jahren vorangegangen und hat ihre Halle zur Verfügung gestellt. Unter der Nordstadtbrücke gibt es Street Art, die vor Jahren erstellt wurde. Solche Orte, die auf Nutzung warten, gibt es zahlreiche in Pforzheim. Sie sollten identifiziert werden und dann wäre eine Veranstaltung im öffentlichen Raum ideal, um eine sachliche Diskussion.

"Ich appelliere an OB Boch sich dieses Themas anzunehmen und die lokalen Akteure zusammen zu bringen, und diese emotional geführte Debatte zu versachlichen. Nachdem Herr Boch immer betont wie wichtig ihm die Jugend und Familien sind, ist dies ein Ansatzpunkt. Die Förderung der Sub- und Jugendkultur wie Graffiti-Kunst dient ebenfalls der viel zitierten Familienfreundlichkeit einer Stadt", so Christof Weisenbacher

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