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Die Stadträte der Fraktion WiP/Die Linke wenden sich mit einer Anfrage an die Stadtverwaltung um Auskunft über die Entwicklung der durchschnittlichen Dauer von Arbeitslosigkeit der Pforzheimer Hartz-IV-Leistungsbezieher*innen zu bekommen und nehmen dabei Bezug auf eine Veröffentlichung der Bundesagentur für Arbeit.

Lesen Sie hier die Antwort der Stadtverwaltung.

Wir möchten interessierten Lesern folgende Infos dazu geben:

Jede Maßnahme des Jobcenters, an der eine langzeitarbeitslose Person teilnimmt, beendet den Status "arbeitslos" für die Dauer der Maßnahme (z.B. Schulung, Weiterbildung, Arbeitsgelegenheit...). Die Person ist nicht mehr "arbeitslos" für die Statistik der Arbeitsagentur / Jobcenter und schon gar nicht mehr "langzeitarbeitslos". Wenn die Person nach Beendigung der Maßnahme wieder Leistungen nach SGB II benötigt, muss ein Weiterbewilligungsantrag gestellt werden. Dann tritt die Person wieder in den Status "arbeitslos", aber nicht mehr "langzeitarbeitslos" ein. Auf diese Weise kann der Einsatz von mehr Maßnahmen automatisch zur Senkung von Langzeitarbeitslosigkeit führen - und zur Senkung der durchschnittlichen Dauer von Arbeitslosigkeit - ohne dass sich faktisch etwas an der Situation der betroffenen Person ändert.

Außerdem werden Personen, die ihr 58. Lebensjahr vollendet haben und von da an mehr als 12 Monate vom Jobcenter keine Angebote für einen versicherungspflichtigen Arbeitsplatz erhalten können nach dieser Zeit nicht mehr als "arbeitslos" in der Statistik geführt. (nach § 53a SGB II ). Auch dies kann zur Senkung der Anzahl an Langzeitarbeitslosen führen.