Anträge

Die Stadträte von WiP/Die Linke fordern in ihrem Antrag, dass die Verwaltung überprüft, inwieweit die Kunstform Graffiti als Kunst im öffentlichen Raum in Pforzheim Platz findet.

Überprüft werden soll ebenfalls, an welchen Stellen in Pforzheim schlechtes, unschönes oder illegales Graffiti durch qualitativ gutes bzw. künstlerisch hochwertiges Graffiti ersetzt werden kann und ob man Freiflächen für Sprayer zur Verfügung stellt oder Projekte unterstützt, bei denen Graffitikunst für den öffentlichen Raum entsteht.

Gefordert wird, dass die relevanten Akteure wie die Verantwortlichen des Anti-Graffiti-Mobil (Bürgerverein Nordstadt), die Polizei, das Haus des Jugendrechts sowie die Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit eingebunden werden.

Graffiti steht oft für Illegalität und das Beschmieren von Eigentum. Aber Graffiti ist auch Kunst, die man als Verschönerung von Geschäften, Häusern und anderem öffentlichen oder privaten Raum nutzen kann. Außerdem wäre es ein Angebot an Sprayer, sich persönlich entfalten zu können, ohne sich strafbar zu machen.

 Um illegalem Sprayen zu begegnen, verfehlen Verbotsstrategien oft ihre Wirkung. Kontrollen kosten Ressourcen die man anders einsetzen kann. Außerdem kosten Beseitigungen von illegalem Graffiti viel Geld. Hier wäre das Übersprayen eine kostengünstigere Lösung. 

Viele Städte haben Freiflächen zur Verfügung gestellt, um Entfaltungsmöglichkeiten für Sprayer zu geben.

In Bochum ist das Fazit der Stadtverwaltung: „Je mehr Freifläche zur Verfügung stehen, umso größer ist der Rückgang der illegalen Graffiti“. (Quelle: www.kommunalpiraten-bon-de)

In Dortmund und dem Ruhrpott sind „Die Urbanisten“ mit ihren Projekten aktiv. Dortmunder Kinder haben im Jahr 2013 unter Anleitung Sprayen gelernt. Ihre Kunstwerke wurden von Grafikern bearbeitet, damit diese auf Stromkästen in Dortmund geklebt werden konnten. Außerdem findet jedes Jahr ein Graffiti Battle statt.

 Für Kunst im öffentlichen Raum hat Pforzheim in den letzten Jahren, auf vielfältige Weise, viel getan. In dieser Vielfalt hat Graffiti leider noch keinen Platz gefunden.

In Konstanz hat man 2016 eine Graffiti-Mitmachaktion-Aktion mit 7 Künstlern aus 6 verschiedenen Ländern durchgeführt. Es war ein 4 Tage Event mit sehr schönen Ergebnissen. (Beispiele siehe im Antrag)

Der Antrag wurde am 20.03.18 im Gemeinderat besprochen (Q 1377) und verwiesen an Kulturausschuss und Jugendgemeinderat.

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