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Wolfgang Roos (EIB) und Wolfgang Schulz (WiP)Am gestrigen Donnerstag, 2.7.2009 war Wolfgang Roos von der Freiburger Genossenschaft i.G. "Energie in Bürgerhand" (EIB) auf Einladung der Bürgerbewegung "Wir in Pforzheim" (WiP) im Goldenen Anker als Vortragender zu Gast. Er stellte die Ziele der Freiburger Bürgerbewegung vor, Thüga-Anteile in Form von Genossenschaftsanteilen zu kaufen und dadurch mehr Mitspracherecht an den Entscheidungen des Energiekonzerns zu bekommen.

Das Ziel der Genossenschaft sei, sich mit 100 Millionen € an der Thüga AG zu beteiligen. "Wir haben durch unsere vielen Unterstützer reale Chancen, dass wir es schaffen." sagt Wolfgang Roos. "Es wird nur eine Frage der Zeit sein." Mit mindestens 500€ kann sich jeder (auch Pforzheimer!) Bürger an der Genossenschaft beteiligen. Bis zum Sommer – also bald – muss die Finanzierung stehen, da der Verkauf ansteht. "Bisher haben wir Zusagen für 10 Mio. €", so Roos weiter. "Wir setzen auf eine bundesweite Beteiligung und werden notfalls versuchen über eine Zwischenfinanzierung die 100 Millionen zu erreichen."

Die Bürgerbewegung WiP freute sich, dass auch Mitglieder der "Unabhängige Bürger" (UB) sowie Stadtrat Grimmer, Stadtrat Tobias Krammerbauer (UB) und Stadtrat Hans-Joachim Bruch (LBBH) der Einladung gefolgt sind.

In der anschließenden Diskussion wurden auch verschiedene Optionen eines möglichen Rückkaufs der Pforzheimer Thüga-Anteile diskutiert. Der derzeitige Sachstand ist, wenn man Beteuerungen von Insidern glauben schenkt, dass Pforzheim kein Rückkaufsrecht an den Thüga-Anteilen der Stadtwerke besitzt und die Thüga AG selbst diese Anteile nicht verkaufen will. Deshalb scheinen juristische Wege verbaut zu sein.

Hier schloß sich die Frage an, ob die Option eines Rückkaufs über eine Genossenschaft oder einen Bürgerfonds ähnlich wie in Freiburg dennoch möglich sei. Ob auf juristischem Weg oder über den Bürgerwillen eines erfolgreichen Bürgerentscheids, diese Frage konnte, auch auf Grund der fehlenden Informationen, final nicht beantwortet werden. Vor allem deshalb, weil in Pforzheim der Verkaufsprozess und damit sämtliche Vertragswerke – selbst für viele Gemeinderäte – geheim gehalten wurden und werden – ganz im Gegensatz zu Freiburg.

„Es war gut sich auszutauschen über die Ziele der Freiburger Initiative, die Situation in Pforzheim und die Möglichkeiten eines Rückkaufs der Stadtwerke-Anteile in Pforzheim“, fasst Wolfgang Schulz, zukünftiger Stadtrat von WiP, den Abend zusammen. „Auch wenn die juristischen Türen offensichtlich zu sein sollten, werden wir inner- und außerhalb des Gemeinderates der Frage weiter nachgehen und dennoch versuchen einen Fuß in die Tür zu bekommen. Insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass im Jahr 2011 das vom Stadtwerke-Erlös angelegte Geld wieder verfügbar ist und über eine entsprechend Verwendung nachgedacht werden muss.“ So das Fazit von Schulz.

Mehr Informationen über die Freiburger Genossenschaft ist im Internet unter. http://www.energie-in-buergerhand.de.

Ein Video der Veranstaltung über youtube.com folgt demnächst!

 

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