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Kollmar&Jourdan Gebäude„Wir in Pforzheim“ (WiP) wendet sich entschieden gegen eine mögliche Beschlussfassung zum Kreativzentrum des alten Gemeinderats am 28.7. Dort könnte dieser den Kauf und Umbau des Kollmar&Jourdan Gebäudes beschließen. Die Folgen: möglicherweise mehr als 20 Mio. zusätzliche Schulden und jährlich fast 1 Mio. Euro Betriebskosten.

„Dieses vielleicht architekturhistorisch wie kulturell interessante Projekt für Pforzheim zeigt typische Mängel einer gelungenen Stadtplanung auf. Nicht Bürgerbeteiligung und Bürgermitverantwortung, sondern ein aufwendiges Prestige Objekt, dessen Finanzierung in den Sternen steht. Seine Planung entbehrt allem, was nach Ansicht von WIP auf nachprüfbaren, bedarfsorientierten Fakten basieren müsste“, so WIP Mitstreiter, Architekt und Regierungsbaumeister Walter A. Sabisch.

Bezüglich des Bedarfs fragt selbst der Pforzheimer Kulturrat fragt, ob es diesen in dieser Größe überhaupt gibt. Die UB befürchten sogar Nachteile für die bis jetzt dort tätigen Kreativen!
Die Vorteilserwartung „neue Arbeitsplätze“ bleibt selbst bei den heftigsten Befürwortern absolut im Bereich der Vermutungen und Hoffnungen.

Die Finanzierung durch Verschuldung ist angesichts der Pforzheimer Finanzlage mehr als verantwortungslos. Sie würde die zukünftigen kommunalen Spielräume, insbesondere für soziale städtische Aufgaben auf nahezu Null einengen. Das gesteht selbst MdL Rülke ein. Interessanterweise hält ihn das aber nicht von der unbedingten Befürwortung des Projektes abhält.

„Da weder eine Markt-Bedarfsanalyse, die begründeten Vorteilserwartungen, noch eine finanzielle Planung und Übersicht der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, müssen wir davon ausgehen, dass es diese Dokumente nicht gibt“, konstatiert Christof Weisenbacher. „Sollte es diese Fakten und Zahlen geben, stellt sich die Frage, warum sie der Öffentlichkeit nicht zur Verfügung stehen!“

WiP besteht nach wie vor darauf, dass solche Entscheidungen nur getroffen werden dürfen, wenn die behaupteten Vorteile und eine verantwortbare Finanzierung nachgewiesen werden. Es erneuert seine Forderung vom März, die Diskussion über diese wichtige Entscheidung öffentlich und gemeinsam mit der Bürgerschaft zu führen. Deshalb wird WiP in den nächsten Wochen eine Bürgerbefragung an mehreren Infoständen durchführen!

„Diese folgenschwere Entscheidung sollte der scheidende Gemeinderat dem neuen überlassen“, meint Wolfgang Schulz, „denn dieser hat sämtliche Folgen in den nächsten Jahren zu tragen. Ich bin der Überzeugung dass bei unserer Befragung die Mehrzahl der Bürger sich entweder gegen das groß dimensionierte Projekt oder für eine kleinere Lösung aussprechen wird. So erhält der Gemeinderat am 28.7. eine gute Entscheidungshilfe.“

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