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Bewegt durch den PZ-Artikel von Martina Schäfer besuchten Claudia Frischauf vom WiP-Arbeitskreis Soziales  und Stadtrat Wolfgang Schulz die betroffene Frau, um sich über ihre Wohn- und Lebensverhältnisse  ein Bild zu machen. „Wir trafen auf eine sehr lebendige Frau mit wachen Augen, die uns freundlich hereinbat und über ihr Leben und ihre Sorgen berichtete", so Claudia Frischauf, "und es war mir sofort klar, dass hier dringend etwas geschehen muss!"

Die Frage Warum wird diese Frau nicht von einem sozialen Dienst betreut? wird Stadtrat Wolfgang Schulz am 4.11. im nächsten Jugend-und Sozialausschuss stellen und auf eine rasche Hilfe drängen.

Aber auch weitere Fragen sind dringend zu klären.

Warum muss diese betagte und gehbehinderte Frau in einem nicht mal 18 qm großen Raum kochen, wohnen und schlafen, in dem nicht einmal ein Bett steht?
Warum sind diese beschwerliche und Sauerstoff raubende Holz-Einzelfeuerstätte der Stadtbau in Verwendung, die ein völlig verrustes Zimmer verursacht, und den Einkauf schwerer Brennstoffe bedingt?
Warum muss sie eine unbeheizte Toilette benutzen?  Hat der letzte soziale Dienst den defektem WW Boiler nicht bemerkt?
Trifft es zu, wenn ja, weshalb hat sie gerade einmal 200 Euro zum Leben und ist darauf angewiesen, dass sie Essensspenden von Mitmenschen bekommt, um den nächsten Monat zu überleben?

„Das sind völlig unwürdige Zustände und können wir als Stadtgemeinschaft nicht hinnehmen“, sagt Wolfgang Schulz. „Wir werden dafür sorgen, dass untersucht wird, ob es sich hier um einen Einzelfall handelt, oder ob noch mehr Menschen in ähnlich unwürdigen Umständen dort hausen müssen. Wir werden die Verantwortlichen in Stadt und Stadtbau GmbH auch fragen, wie der technische Zustand der Wohnungen zu verantworten ist. Im Gemeinderat werden wir einen Antrag stellen, dass dieser die Verwaltung beauftragt, eine gründliche Bestandsaufnahme dieses kleinen Wohngebietes vorzulegen und eine Perspektive zu erarbeiten, ob und wie dieses Wohngebiet in ein menschenwürdiges verändert werden kann", verspricht Wolfgang Schulz, der nicht auf die Ergebnisse warten will, sondern in der nächsten Woche Hausbesuche im Unteren Enztal plant.

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